Kurhaus Wiesbaden in wenigen Wochen digital erfasst
Für mich als gebürtigen Wiesbadener war die Vermessung des Kurhauses ein besonderes Projekt. Dieses Gebäude ist ein Wahrzeichen der Stadt und architektonisch wie technisch sehr anspruchsvoll.
Unsere Aufgabe war es, das Kurhaus vollständig digital zu erfassen – vom Keller bis zum Dach, innen wie außen. Für die geplante Sanierung benötigte das Architekturbüro Zaeske eine verlässliche und präzise Planungsgrundlage. Da die vorhandenen Bestandspläne teilweise unvollständig oder nicht mehr aktuell waren, mussten wir einen digitalen Zwilling des Gebäudes erstellen.
Mit moderner Laserscantechnologie konnten wir rund 40.000 Quadratmeter in wenigen Wochen aufnehmen. Dafür kombinierten wir stationäres und mobiles Laserscanning und schufen so eine präzise Grundlage für die weitere Planung.
Für die Vermessung setzten wir Lösungen von Leica Geosystems ein. Im Außenbereich und bei besonders detailreichen Strukturen nutzten wir den Leica RTC360. Im Innenbereich kam der mobile Leica BLK ARC zum Einsatz, mit dem wir große Flächen effizient erfassen konnten.
Die eigentliche Qualität entsteht jedoch nicht nur vor Ort, sondern auch in der Auswertung. Im Büro wurden die Scandaten zusammengeführt, bereinigt und zu verwertbaren Bestandsplänen verarbeitet. Am Ende liefern wir keine reine Punktwolke, sondern eine Planungsgrundlage, mit der Architekten zuverlässig weiterarbeiten können.
Für mich war dieses Projekt ein berufliches Highlight. Das Kurhaus Raum für Raum zu erfassen, hat mir einen neuen Blick auf dieses besondere Gebäude gegeben. Die Kombination aus moderner Technik, Erfahrung und einem durchgängigen Workflow war der Schlüssel zum erfolgreichen Ergebnis.